Eines Abends wird sich hoffentlich einmal die Zeit finden, um hier die Vorgeschichte zu diesem Blog festzuhalten. Bis es soweit ist, halte ich so oft als möglich und sinnvoll, die Erlebnisse rund um mein Pferd und das Dressurreiten fest – und das mit allen Hochs und Tiefs. Vielleicht fällt eine missliche Lage einem anderen Reiter auf dieser Welt dann leichter oder findet ein paar Ideen auf diesem Blog. Genau so erhoffe ich es mir aber auch umgekehrt – Erleichterung durch “von der Seele schreiben” und vielleicht schon nach einiger Zeit “darüber lachen können”.

Viel Spaß auf jeden Fall – uns allen!

Wow! Da hab ich wieder was dazugelernt. In vier kurzen, aber sehr intensiven Einheiten haben wir an Jazzaros Piaffe weitergearbeitet.
In der ersten Einheit haben wir vom Boden aus gearbeitet, in der Zweiten schon hoch zu Pferd. Und auch hier habe ich wieder angemerkt bekommen, dass ich einfach zu viel will. Zuviele Hilfen und zuviel Kraftaufwand – vorallem vom Kreuz her. Aber wir sind ja in guten Händen bei Marion, das hat er mir auch bestätigt.
Am zweiten Tag ist Eva in der ersten Stunde geritten und ich konnte von unten zusehen wie was zu machen ist um es dann zum Abschluss noch einmal selbst nachzureiten. Puh – ich hab ganz schön viel zu verarbeiten gehabt und auch Jazzaro war sichtlich müde nach den zwei Tagen. Aber er war sehr handlich und unkompliziert mit dem Hin- und Herfahren. So ein braves Pferd!

Gestern hatte Jazzaro Pause und heute hatte ich einen Anruf von der überaus begeisterten Eva. Sie hat gemeint, dass er heute abartig war und dass er bei einem kurzen Versuch gleich die Schwebetritte gezeigt hat und dass ihm der Kurs wohl irrsinig viel gebracht hat. Das ist natürlich so schön soetwas zu hören!

 

Morgen fahren wir auf einen Zirkuslektionenkurs. Ma, ich bin so neugierig! Jeweils Samstag und Sonntag haben wir am Vormittag zwei Einheiten. Ich bin gespannt, wie Jazzi mitmachen wird und ob er sich beim Verladen benimmt. Denn wir haben auch beschlossen, dieses Mal auf die Box zu verzichten und nach den beiden Einheiten wieder nach Hause zu fahren. So haben wir das noch nie gemacht. Am Turnier habe ich bis jetzt immer eine Box genommen. Die beiden Stunden liegen knapp hintereinander und wir werden das schon gut hinbekommen mit ihm. Er ist ja eigentlich ein sehr ruhiger. Und Eva ist auch da um mir zu helfen!

Letzten Freitag (10. 02. 2012) hatte ich meine zweite Stunde bei Marion. Dieses Mal haben wir eine dreiviertel Stunde gearbeitet, weil das Problem mit dem Umspringen aufgetaucht ist. Generell würde ich aber sagen, dass es dieses Mal schon besser gegangen ist und auch Marion hat mir ausrichten lassen, dass es ansonsten recht gut war.
Am Mittwoch hat mir Eva dann geholfen. Sie hatte am Vortag Unterricht. Und ich finde, dass er wirklich nett zum Nachreiten war.
Marion, Eva, Jazzi und ich – wir werden schon einen gemeinsamen Nenner finden. Ich glaub da sind wir schon am richtigen Weg!

Das passiert also, wenn alles gut läuft.

Jazzaro und ich haben uns gut eingewöhnt im neuen Stall. Er fühlt sich sichtlich wohl: große, trockene Box, nahezu täglich Koppel und die Tante Eva. Eva du bist ein Wahnsinn, wie du uns hilfst und wir genießen es beide dich im Team zu haben!
Neu für mich ist auch mit Jazzi an der Hand zu arbeiten. Ein paar Übungen vor dem Reiten, jetzt gerade in den Wintermonaten, schaffen doch ein bisschen Abwechslung. Eva hat ihm den Spanischen Schritt gezeigt und er ist mit Motivation dabei. In zwei Wochen gehen wir sogar auf einen Zirkuslektionenkurs. Ich bin sicher das taugt uns allen!

Specko ist auch wieder so fit, dass wir mit dem Training beginnen konnten. Am Freitag den 27. Jänner hatte ich meine erste Trainingsstunde bei Marion Wagenhofer und durfte ein neues Reitgefühl erfahren. Es ist ein neuer Weg den wir da einschlagen, aber auch wenn er sicherlich nicht der schnellste ist, bin ich zuversichtlich dass wir damit langfristig gesehen erfolgreich werden.

Ich freu mich über alles, wie es ist! So nett!

Alles neu. Alles aufregend. Jazz findet wirklich alles interessant. Aber ist er einmal konzentriet, ist alles bestens.
Diese Woche durfte er nach drei Monaten endlich wieder auf die Koppel hinaus. Eva war so lieb und hat das beobachtet. Naja, man kann sich denken, dass er jetzt nicht der ruhigste war. Aber er dürfte sich bald wieder gefangen haben.
Am Tag nach der ersten Koppel, hatte ich zwar das Gefühl, dass er nicht ganz gerade war – hätte ja zugegebener Maßen sein können – aber das dürfte nur vom Muskelkater her gewesen sein. Am Tag darauf hat er wieder seine Beine in alle Richtungen geschmissen. Jazzaro geht es also weiterhin gut.

Das mit Eva klappt wunderbar. Sie nimmt sich irre viel Zeit Jazzaro alles zu zeigen, während ich in der Arbeit sitze …

Gestern sind wir nach Neufeld umgezogen. Jazzaro hat jetzt eine helle, große Box und fühlt sich sichtlich wohl! Seit langem hat er mich auch wieder mit einem Wiehern begrüßt! Berichten zufolge ist er heute sogar schon gelegen – er ist also wirklich entspannt. Gestern habe ich ihn alles an der Hand gezeigt und heute habe ich es hoch zu Ross versucht. In den Hallen hat er sich schnell fallen lassen, nur im Viereck gab es viel zu sehen. Da sind die Koppeln gleich daneben und die sind natürlich spannend.
Wir sind heute auch zum ersten Mal wieder “normal” viel geritten. Die Böden sind toll und ich denke dass das die besten Voraussetzungen für den Wiederaufbau sind.

Eva hat uns dann auch noch besucht und ist zum ersten Mal auf Jazzi aufgestiegen. Es hat alles prima geklappt. Bei der Tante muss er arbeiten, aber das passt schon so! ;-)

In letzter Zeit hat sich auch abseits des Vierecks viel getan. Meine Trainerin ist mit ihren Pferden nach Maria Anzbach gezogen, aber ich habe mich entschlossen noch dieses Monat in Baden zu bleiben, da ich für das Schritt reiten keinen so langen Weg fahren wollte. Mit diesem Abstand habe ich nun für mich entschieden, dass ich nicht nach Maria Anzbach nachziehen werde, sondern mit Ende des Monats auf den Loobfelderhof in Neufeld ziehen werde und in diesem Zuge auch mein Training umstelle.

Eva wird sich ab nächsten Monat auch um Jazzaro kümmern und wir werden ihn gemeinsam langsam wieder aufbauen. So bin ich nicht mehr alleine und weiß dass sich auch jemand um meinen Jazz sorgt, wenn ich mal nicht kann.

Ich freue mich schon! Nächstes Wochenende gehts los!

Jazzaro geht es desweilen gut. Er ist brav und wir halten unsere paar Runden Trab ein.
Sein Winterfell musste er auch schon hergeben. Und als Zeichen für www.facebook.com/MovemberAustria habe ich ihm dieses Jahr einen Mo stehen lassen … *hihi*

Jazzaro im Movember

Heute war die Tierärztin zur Kontrolle da. Wir haben endlich den Segen bekommen. Jazzaro ist wieder gerade!
Die letzte Woche habe ich es mir zwar schon nicht mehr nehmen lassen ihn testweise anzutraben, um am nächsten Tag darauf zu kontrollieren ob es eh gehalten hat. Und das hat es! *juhuu*
Noch zehn Tage lang nur rundenweise Trab und jeden zweiten Tag Jodoformäther und Heilerde – dann sollte alles gut sein. Dann dürfte ich wieder normal reiten. *daumendrück*

Am 28. Oktober war dann nochmal zur Kontrolle die Tierärztin da. Ich habe ihn ihr vorlongiert und es war – Gott sei Dank – wiederum besser. Am tiefen, weichen Boden sieht man fast überhaupt nichts, aber dann ist er mehr in die Mitte gekommen und nur auf den zusammengetretenen Boden konnte man einen extremen Unterschied sehen. Wieder am weichen Boden ist er sich nach ein paar Runden wieder eingelaufen. Wir hatten dann ausgemacht, dass wir weitere zwei Wochen Schritt gehen, ihm Entzündungshemmer geben und dann wieder kontrollieren.

Am Mittwoch, 02. November war der Hufschmied da. Er hat unter den Einlagen, die Jazz ja wieder bekommen hat eine sehr starke Strahlfäule ausgemacht. Die hat er ihm jetzt ausgeschnitten und er hat gesagt, dass da richtig was raus gekommen ist. Wenn ich mich zurückerinnere, hatte Jazz vor seiner Lahmheit auch schon eine leichte Strahlfäule, die ich behandelt habe. Prinzipiell ist er leider generell sehr anfällig dafür. Auf jeden Fall habe ich das meiner Tierärztin berichtet und sie ist der Meinung, dass das sehrwohl ein Grund für die Lahmheit sein kann. In den nächsten Tagen sollte eine deutliche Besserung eintreten, wenn das das Übel war.
Gestern bin ich ihn schon probehalber angetrabt und meine, dass er jetzt schon nicht mehr wirklich rumpelt. Bitte, bitte, lass es das gewesen sein!

Am Montag durfte ich nach 12 Tagen Schmerztherapie zum ersten Mal wieder antraben. Und ich war zuversichtich. Bei der Untersuchung zuvor am Mittwoch war er gerade und wir hatten nur sicherheitshalber ein paar Tage angehängt.
Aber schon beim Schritt reiten habe ich gemerkt, dass er wieder kaum vorwärts geht, aber dass sich das Absetzen der Schmerzmittel am nächsten Tag so zeigt, hätte keiner gedacht. Wir haben eigentlich mit bis zu einenthalb Wochen gerechnet. Nun ja, dass er im Trab nicht gerade war, war dann abzusehen.

Gestern habe ich mir das Ganze an der Longe angeschaut. Am weichen Boden ist es sehr schwierig auszumachen, wie er was entlastet. Er geht auch nicht immer lahm – manchmal mehr, manchmal weniger. Und von Hand zu Hand unterschiedlich.

Heute früh war die Tierärztin wieder da. Auch sie hat ihn sich an der Longe angeschaut. Sowohl am weichen Boden, wo er auch in ihren Augen nicht mehr stark lahmt, und am harten Boden, wo es doch eindeutig ist. Aber der Wendeschmerz auf kleinen Radien ist weg. Sie geht davon aus, dass wohl nicht nur die Hufsohle beleidigt war, sondern auch die tiefe Beugesehne.
Jetzt geben wir ihm weitere zehn Tage Pause und dann noch eine Woche Schmerztherapie und hoffen das Beste.

Ich hoffe hier gilt auch: die Zeit heilt alle Wunden!

Seit letzten Mittwoch ist mein Jazz auf Schmerztherapie. Wir wollen das eine Woche lang durchhalten und hoffen, dass sich der Übeltäter geschlagen gibt. Denn auch die Tierärztin kann auf den Bildern nichts erkennen. Gestern hat zum ersten Mal nichts mehr pulsiert, was ein gutes Zeichen ist. Ich darf also noch hoffen. Denn wird es auch so nicht gut, muss mein armer Bub in die Klinik um einen noch genaueren Blick auf den Huf werfen zu können …

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